Dienstag, 23. September 2014

1. Monat

Ich kann es kaum glauben, aber es ist nun wirklich fast ein Monat vergangen!
Die Zeit vergeht echt wahnsinnig schnell, besonders weil ich eigentlich immer beschäftigt bin.
Schule ist mehr oder weniger mein Leben geworden und am Wochenende unternehmen wir oft etwas mit der Familie.
Es tut mir leid das ich nicht mehr geschrieben habe in diesem Monat, das wird sich ändern.
Insgesamt fängt es an mir immer besser zu gehen und ich fange an mich mehr, wie zuhause zu fühlen.

Ihr glaubt nicht was für seltsame Fragen manche Leute mir hier stellen! Ich kann mich nicht ganz entscheiden welches die lustigste ist aber die Frage: "Do y'all have electricity in Germany?" hat mich schon hart getroffen :D

Es ist verdammt schwer für mich manche Leute hier zu verstehen. American Englisch ist wirklich nochmal anders als das was wir in der Schule lernen und in Texas ist es glaube ich echt am schlimmsten :D

Ich merke gerade das es mir schwieriger fällt Deutsch zu schreiben und es tut mir wirklich leid wenn meine Posts darunter leiden.
Habt eine schöne Woche, ich versuche jetzt jedes Wochenende etwas zu posten!

Montag, 15. September 2014

Kirche

Eines der Dinge, die mir hier am meisten aufgefallen sind, ist welch große Rolle die Kirche spielt. Kirche ist unglaublich wichtig hier und ich bewundere die Menschen wirklich für ihren Glauben.

Der Gottesdienst ist komplett anders als bei uns. Vor dem Gottesdienst treffen sich alle im gleichen Alter in Gruppen, singen, spielen Spiele und reden über Jesus.
Beim Gottesdienst ist die Kirche immer voll und es geht generell viel lockerer zu. Ich gehe wirklich gerne zur Kirche hier, weil es mir echt Spaß macht und ich viele nette Leute kennengelernt habe.

Neulich hat mich meine 10jährige Gastschwester gefragt, ob ich möchte das Obama ein Christ ist und ich habe geantwortet, dass es mir egal ist welche Religion er hat. Daraufhin hat sie mich gefragt ob ich denn nicht wollen würde, dass er sicher und beschützt ist.

Das sind so Dinge die mich zum Nachdenken bringen. Ich würde mich nicht als besonders religiös beschreiben. Es fällt mir schwer etwas zu glauben, für das ich keine Beweise habe auch wenn ich gerne würde. In Deutschland gehe ich genau ein einziges Mal pro Jahr in die Kirche und das ist Weihnachten. Wenn ich das den Leuten hier erzähle, sehen sie mich immer ein wenig geschockt an, weil es für sie einfach selbstverständlich ist zur Kirche zu gehen und Kraft aus ihrem Glauben zu schöpfen. Das sind Momente in denen mir das ganze ein bisschen unangenehm ist, doch Kirche und Gottesdienst ist in Deutschland einfach etwas ganz anderes als hier.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich meine Meinung zu dem Thema noch oft ändern wird in der nächsten Zeit und ich bin gespannt was ich in einem Jahr denken werde, wenn ich diesen Post lese.

Samstag, 13. September 2014

Heimweh

Die erste Woche hier war nicht so besonders gut für mich. Es ist alles komplett neu für mich und der Kulturschock war stärker als ich angenommen hatte.
Ich bin normalerweise kein Mensch der zu Heimweh neigt, doch hier bin ich wirklich komplett alleine & fühle mich manchmal echt einsam. Ich hab noch nicht besonders viele Freunde, weiß nicht wie ich mich verhalten soll und denke zu oft an zu Hause.
Und ja, es gab dann die Momente in denen ich einfach nur wieder nach Hause wollte.

Mittlerweile geht es mir besser. Ich fange an Freunde zu finden und mich hier einzuleben & ich bin überzeugt dass das jetzt immer besser wird.

Ich hatte zuerst eigentlich nicht vor das zu schreiben, weil ich nicht wollte dass sich jemand Sorgen um mich macht, doch ich denke das es wichtig ist alle Seiten meines Auslandsjahres zu beschreiben, denn es ist klar dass es nicht nur gute Seiten gibt.

Ich denke, dass es noch mehr Austauschschüler gibt, denen es ähnlich geht wie mir, doch Heimweh am Anfang ist wirklich kein Grund das Auslandsjahr abzubrechen! Natürlich ist es am Anfang hart, doch wenn man zu schnell aufgibt, verpasst man möglicherweise das beste Jahr seines Lebens!

Wenn es anderen genauso geht wie mir würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt :)


Freitag, 29. August 2014

Erster Eindruck

Als ich in Houston angekommen war stand meine Gastfamilie schon mit Schildern am Flughafen. Sie sind wirklich richtig lieb & haben mich sofort herzlich begrüßt.
Überhaupt sind die Leute hier alle extrem freundlich & herzlich, so viele Umarmungen von fremden Menschen habe ich in Deutschland noch nie bekommen.
Kirche spielt hier eine große Rolle, die Menschen schöpfen Kraft aus ihren Glauben & gehen gerne in die Kirche.
Mittwoch war ich das erste Mal bei der "Youth Group" in der Kirche. Es wurde viel gesungen, gelacht & über Gott geredet.

Ich habe im Moment ein paar Probleme mit der Zeitumstellung. Um 3Uhr Nachmittags bin ich schon komplett müde & würde gerne schlafen gehen.

Die Sprache ist teilweise echt schwer & ich verstehe nur ungefähr die Hälfte von dem was gesagt wird! Aber ich hoffe das legt sich in nächster Zeit noch.

Ich fühle mich wirklich wohl in der Familie & bin gespannt was die nächsten Tage auf mich zukommt!

Donnerstag, 28. August 2014

Mein Flug

Dienstag war dann endlich der Tag an dem es losging. Wir sind um 3 Uhr morgens losgefahren um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Dort habe ich dann auch Maren getroffen, mit der ich zusammen geflogen bin.
Der Abschied von meiner Familie war nicht einfach aber ich hatte die ganze Zeit im Hinterkopf, dass es nur für 10Monate war, deshalb ging es noch.
Der Flug war sehr anstrengend, weil ich ziemlich müde war, da ich die ganze letzte Nacht nicht schlafen konnte. Auf dem 9 Stunden Flug nach Chicago habe ich dann endlich ein bisschen schlafen können. Leider müssten wir auf Grund des Wetters einen Umweg fliegen, und wir hatten über 30min Verspätung.
Maren und ich mussten uns so beeilen! Wir mussten zuerst unsere Koffer abholen, durch den Zoll, Koffer wieder abgeben, durch die Sicherheitkontrolle und dann zu unserem Gate. Wir sind so gerannt und hätten fast unseren Flug verpasst!
Zum Glück ist aber alles gut gelaufen und wir sind sicher in Houston gelandet, wo uns unsere Gastfamilien erwarteten.

Montag, 25. August 2014

Die letzten paar Stunden...

Es ist ein komisches Gefühl hier jetzt so zu sitzen und das zu schreiben.. Wahrscheinlich ist das mein letzter Post aus Deutschland & so ganz realisiert habe ich das ganze noch nicht..
Ich blicke auf meinen Countdown und es scheint als würde die Sekundenanzeige doppelt so schnell laufen als sonst. Meine letzte Nacht in meiner vertrauten Umgebung ist angebrochen und es fühlt sich verdammt seltsam an.

Morgen Nacht wird alles anders sein für mich.
Ich werde in einem anderen Bett, in einem anderen Haus liegen. Ich werde andere Geräusche hören, wenn ich das Fenster öffne. Es wird alles anders sein.
Doch anders bedeutet nicht schlechter oder besser.
Anders bedeutet anders.

Wenn mich jetzt jemand fragen würde wie es mir geht, könnte ich ihm keine Antwort geben.
Dieses Gefühl ist nicht beschreibbar und ich denke nur die wenigsten werden es verstehen..

Ich hoffe, dass mich das nächste Jahr stärkt. Ich hoffe, dass es mich selbstbewusster und eigenständiger macht. Ich hoffe, dass es mir hilft auf andere Leute zu zugehen & offener zu werden.
Ich hoffe auf ein unvergessliches Jahr ♥

Aus verbleibenden Monaten würden Wochen,
Aus Wochen Tage,
Und schließlich aus Tagen Stunden.
Es werden Minuten & dann die letzten paar Sekunden...

Ich danke allen meinen Freunden und meiner Familie, die die letzten paar Tage an mich gedacht haben! Es bedeutet mir wirklich viel zu wissen, dass ihr hinter mir steht und mich unterstützt.
Ich werde euch unendlich vermissen! 

Mittwoch, 20. August 2014

Noch 5 Tage

Ich denke das ist der schmerzhaftteste Teil eines Auslandsjahres. Der Abschied.
Das Gefühl, dass man die ganzen letzten Tage hat, ist einfach unglaublich schwer zu beschreiben.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich zu 100% freue.
Ich versuche es euch so ehrlich wie möglich zu erklären.
Dieser Austausch ist einer meiner größten Träume, die ich habe. Die letzten zwei Jahre, war das etwas auf das ich hingearbeitet habe, etwas auf das ich mich freuen konnte. Es war mein großes Ziel.
Und das hat sich bin jetzt auch auf keinen Fall geändert, doch was mir persönlich nicht klar war, ist wie schwer es ist, den Leuten hier Auf Wiedersehen zu sagen.
Es ist einfach sehr verwirrend, weil man mit so vielen Gefühlen gleichzeitig klar kommen muss.
Du freust dich auf Veränderung.
Du bist traurig, weil du dich verabschieden musst.
Du bist nervös, weil du ins Unbekannte gehst.
Du hast Angst, was du verpasst.
Und du hast so eine Vorfreude auf ein Jahr voller Möglichkeiten, das zu einem der besten deines Lebens werden soll.

Klar ist es blöd sich jetzt von allen zu verabschieden, aber es ist nur für eine bestimmte Zeit und diese Zeit werde ich so viel erleben, dass sie wie im Flug vergeht.


Denn Abschied nehmen bedeutet auch „Auf Wiedersehen“ sagen.
Und wenn wiedersehen schon im
 „Auf Wiedersehen“ steckt,
bedeutet Wiedersehen auch
sich wieder zu sehen.