Montag, 15. September 2014
Kirche
Der Gottesdienst ist komplett anders als bei uns. Vor dem Gottesdienst treffen sich alle im gleichen Alter in Gruppen, singen, spielen Spiele und reden über Jesus.
Beim Gottesdienst ist die Kirche immer voll und es geht generell viel lockerer zu. Ich gehe wirklich gerne zur Kirche hier, weil es mir echt Spaß macht und ich viele nette Leute kennengelernt habe.
Neulich hat mich meine 10jährige Gastschwester gefragt, ob ich möchte das Obama ein Christ ist und ich habe geantwortet, dass es mir egal ist welche Religion er hat. Daraufhin hat sie mich gefragt ob ich denn nicht wollen würde, dass er sicher und beschützt ist.
Das sind so Dinge die mich zum Nachdenken bringen. Ich würde mich nicht als besonders religiös beschreiben. Es fällt mir schwer etwas zu glauben, für das ich keine Beweise habe auch wenn ich gerne würde. In Deutschland gehe ich genau ein einziges Mal pro Jahr in die Kirche und das ist Weihnachten. Wenn ich das den Leuten hier erzähle, sehen sie mich immer ein wenig geschockt an, weil es für sie einfach selbstverständlich ist zur Kirche zu gehen und Kraft aus ihrem Glauben zu schöpfen. Das sind Momente in denen mir das ganze ein bisschen unangenehm ist, doch Kirche und Gottesdienst ist in Deutschland einfach etwas ganz anderes als hier.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich meine Meinung zu dem Thema noch oft ändern wird in der nächsten Zeit und ich bin gespannt was ich in einem Jahr denken werde, wenn ich diesen Post lese.
Samstag, 13. September 2014
Heimweh
Ich bin normalerweise kein Mensch der zu Heimweh neigt, doch hier bin ich wirklich komplett alleine & fühle mich manchmal echt einsam. Ich hab noch nicht besonders viele Freunde, weiß nicht wie ich mich verhalten soll und denke zu oft an zu Hause.
Und ja, es gab dann die Momente in denen ich einfach nur wieder nach Hause wollte.
Mittlerweile geht es mir besser. Ich fange an Freunde zu finden und mich hier einzuleben & ich bin überzeugt dass das jetzt immer besser wird.
Ich hatte zuerst eigentlich nicht vor das zu schreiben, weil ich nicht wollte dass sich jemand Sorgen um mich macht, doch ich denke das es wichtig ist alle Seiten meines Auslandsjahres zu beschreiben, denn es ist klar dass es nicht nur gute Seiten gibt.
Ich denke, dass es noch mehr Austauschschüler gibt, denen es ähnlich geht wie mir, doch Heimweh am Anfang ist wirklich kein Grund das Auslandsjahr abzubrechen! Natürlich ist es am Anfang hart, doch wenn man zu schnell aufgibt, verpasst man möglicherweise das beste Jahr seines Lebens!
Wenn es anderen genauso geht wie mir würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt :)
Freitag, 29. August 2014
Erster Eindruck
Als ich in Houston angekommen war stand meine Gastfamilie schon mit Schildern am Flughafen. Sie sind wirklich richtig lieb & haben mich sofort herzlich begrüßt.
Überhaupt sind die Leute hier alle extrem freundlich & herzlich, so viele Umarmungen von fremden Menschen habe ich in Deutschland noch nie bekommen.
Kirche spielt hier eine große Rolle, die Menschen schöpfen Kraft aus ihren Glauben & gehen gerne in die Kirche.
Mittwoch war ich das erste Mal bei der "Youth Group" in der Kirche. Es wurde viel gesungen, gelacht & über Gott geredet.
Ich habe im Moment ein paar Probleme mit der Zeitumstellung. Um 3Uhr Nachmittags bin ich schon komplett müde & würde gerne schlafen gehen.
Die Sprache ist teilweise echt schwer & ich verstehe nur ungefähr die Hälfte von dem was gesagt wird! Aber ich hoffe das legt sich in nächster Zeit noch.
Ich fühle mich wirklich wohl in der Familie & bin gespannt was die nächsten Tage auf mich zukommt!
Donnerstag, 28. August 2014
Mein Flug
Der Abschied von meiner Familie war nicht einfach aber ich hatte die ganze Zeit im Hinterkopf, dass es nur für 10Monate war, deshalb ging es noch.
Der Flug war sehr anstrengend, weil ich ziemlich müde war, da ich die ganze letzte Nacht nicht schlafen konnte. Auf dem 9 Stunden Flug nach Chicago habe ich dann endlich ein bisschen schlafen können. Leider müssten wir auf Grund des Wetters einen Umweg fliegen, und wir hatten über 30min Verspätung.
Maren und ich mussten uns so beeilen! Wir mussten zuerst unsere Koffer abholen, durch den Zoll, Koffer wieder abgeben, durch die Sicherheitkontrolle und dann zu unserem Gate. Wir sind so gerannt und hätten fast unseren Flug verpasst!
Zum Glück ist aber alles gut gelaufen und wir sind sicher in Houston gelandet, wo uns unsere Gastfamilien erwarteten.
Montag, 25. August 2014
Die letzten paar Stunden...
Ich blicke auf meinen Countdown und es scheint als würde die Sekundenanzeige doppelt so schnell laufen als sonst. Meine letzte Nacht in meiner vertrauten Umgebung ist angebrochen und es fühlt sich verdammt seltsam an.
Morgen Nacht wird alles anders sein für mich.
Ich werde in einem anderen Bett, in einem anderen Haus liegen. Ich werde andere Geräusche hören, wenn ich das Fenster öffne. Es wird alles anders sein.
Doch anders bedeutet nicht schlechter oder besser.
Anders bedeutet anders.
Wenn mich jetzt jemand fragen würde wie es mir geht, könnte ich ihm keine Antwort geben.
Dieses Gefühl ist nicht beschreibbar und ich denke nur die wenigsten werden es verstehen..
Ich hoffe, dass mich das nächste Jahr stärkt. Ich hoffe, dass es mich selbstbewusster und eigenständiger macht. Ich hoffe, dass es mir hilft auf andere Leute zu zugehen & offener zu werden.
Ich hoffe auf ein unvergessliches Jahr ♥
Aus verbleibenden Monaten würden Wochen,
Aus Wochen Tage,
Und schließlich aus Tagen Stunden.
Es werden Minuten & dann die letzten paar Sekunden...
Ich danke allen meinen Freunden und meiner Familie, die die letzten paar Tage an mich gedacht haben! Es bedeutet mir wirklich viel zu wissen, dass ihr hinter mir steht und mich unterstützt.
Ich werde euch unendlich vermissen!
Mittwoch, 20. August 2014
Noch 5 Tage
Das Gefühl, dass man die ganzen letzten Tage hat, ist einfach unglaublich schwer zu beschreiben.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich zu 100% freue.
Ich versuche es euch so ehrlich wie möglich zu erklären.
Dieser Austausch ist einer meiner größten Träume, die ich habe. Die letzten zwei Jahre, war das etwas auf das ich hingearbeitet habe, etwas auf das ich mich freuen konnte. Es war mein großes Ziel.
Und das hat sich bin jetzt auch auf keinen Fall geändert, doch was mir persönlich nicht klar war, ist wie schwer es ist, den Leuten hier Auf Wiedersehen zu sagen.
Es ist einfach sehr verwirrend, weil man mit so vielen Gefühlen gleichzeitig klar kommen muss.
Du freust dich auf Veränderung.
Du bist traurig, weil du dich verabschieden musst.
Du bist nervös, weil du ins Unbekannte gehst.
Du hast Angst, was du verpasst.
Und du hast so eine Vorfreude auf ein Jahr voller Möglichkeiten, das zu einem der besten deines Lebens werden soll.
Klar ist es blöd sich jetzt von allen zu verabschieden, aber es ist nur für eine bestimmte Zeit und diese Zeit werde ich so viel erleben, dass sie wie im Flug vergeht.
Dienstag, 12. August 2014
a ride on a roller coaster.
First, it is determinated to ride it and you were fascinated by the idea,
then it goes fast.
You must enter and then come the first uneasy feelings.
Then there are highs and lows.
But then it goes very quickly.
In the end, one is a bit sad that it's over,
a little proud that you survived it,
pleased again to have solid ground under your feet and
really would love
to sit on and ride again."
~Unbekannter Autor