Dienstag, 12. August 2014

Mein Visum

Heute ist endlich mein Visum angekommen. Nachdem ich von einigen gehört habe, dass sie ihren Flug verschieben mussten, weil es Probleme mit dem Visum gab hatte ich mir schon ein paar Gedanken gemacht..
Doch zum Glück ist das ganze jetzt erledigt & ich werde wie geplant fliegen können.

Die ganze Sache mit dem Visum beantragen ist aber auch echt eine der kompliziertesten Sachen, die es für das Auslandsjahr zu erledigen gibt. Um in die USA einreisen zu dürfen muss nämlich zuerst im Internet ein Antrag gestellt werden, dann ein Termin im Konsulat gemacht werden & schließlich muss es persönlich nocheinmal beantragt werden.
Nachdem ich also tausende Seiten Unterlagen ausgefüllt hatte, die teilweise echt seltsame Fragen beinhalteten (Ich meine gibt es wirklich Leute, die auf die Frage:"Sind sie ein Terrorist?" oder "Betreiben sie Menschenhandel?" mit JA antworten würden?!), musste ich nun wählen in welcher Botschaft ich mein Visum beantragen wollte. Zur Auswahl standen Berlin, Frankfurt & München. Ich habe mich für Berlin entschieden, um das mit einem Ausflug mit meiner Familie zu verbinden.

http://www.fr-online.de/image/view/2012/8/13/17242198,14527378,highRes,maxh,480,maxw,480,MF20061119_001_4.jpgAls ich dann am Freitag morgen vor der Botschaft stand, musste ich erstmal schlucken. Das gesamte Gelände war eingezäunt, überall standen Wächter. Es wirkte alles ein wenig einschüchternd & ich hoffte dass ich es bald überstanden hatte.
Zum Glück war ich eine Stunde vor meinem Termin da, denn ungefähr so lange musste ich auch draußen in der Schlange warten, bevor mich die Frau vor dem Eingang mit 4 weiteren Leuten reingelassen hat. Mit 3 von ihnen habe ich mich auch unterhalten, 2 machen ebenfalls ein Auslandsjahr & der andere ein Auslandssemester.
Handys und alle Art anderer elektronischer Geräte durften nicht mit hinein genommen werden aus Angst ausspioniert zu werden. Bevor man das Gebäude betreten durfte musste man zuerst durch eine Sicherheitkontrolle, ähnlich wie am Flughafen, gehen.
Nach einer halben Stunde Wartezeit an der Anmeldung, konnte ich dann nocheinmal 1 1/2 Stunden darauf warten aufgerufen zu werden. Natürlich hatte ich weder an ein Buch noch an eine Jacke gedacht, was wirklich eine blöde Idee war, denn in dem Warteraum waren die Klimaanlagen so stark, dass ich fast zitternd da saß.
Mein Tipp an alle, die ein Visum beantragen müssen, ist also, nehmt euch etwas warmes zum Überziehen mit und irgendwas mit dem ihr euch in der Wartezeit beschäftigen könnt.

Jedes Mal wenn jemand aufgerufen wurde, habe ich mich richtig angestrengt zu verstehen was gesagt wurde, aber ich habe ohne Witz keinen einzigen Namen verstanden. Ich war so erleichtert als ich dann endlich meinen Namen gehört habe & zu dem genannten Schalter gehen konnte.
Die einzigen Fragen, die ich dort noch beantworten musste waren: "Was machen Sie in den USA?" & "Wohin gehen sie?". Als ich diese Fragen beantwortet hatte, sagte der Mann einfach nur, dass alles okay ist und dass sie mir das Visum dann zuschicken werden. Dafür hatte ich zwei Stunden lang gewartet.
Aber was soll's. Ich bin einfach froh, dass das mit dem Visum erledigt ist und glücklich dass ich es jetzt in der Hand halten kann.
Nur noch zwei Wochen & dann geht es los!!❤

Mittwoch, 30. Juli 2014

Schuljahr wiederholen?

Es gibt viele Dinge, die man bedenken muss, wenn man ein Auslandsjahr macht. Eine wichtige Frage ist, ob man das Schuljahr in Deutschland wiederholt oder zurück in seinen Jahrgang geht.
Da ich in meinem 10. Schuljahr in den USA bin, besteht für mich die Möglichkeit direkt in die 11. Klasse zu gehen.
Das Schuljahr in den USA wird jedoch von deutschen Schulen nicht anerkannt, das bedeutet du musst die 10. Klasse überspringen, um wieder in deinen Jahrgang zu kommen.

Bei mir war es so, dass ich unbedingt nach meinem Auslandsjahr in die 11. Klasse wollte & deshalb einen Antrag auf Überspringen gestellt habe.
Zum Glück hat das alles geklappt und so werde ich zurück in meinen Jahrgang können.
Ich bin so glücklich darüber auch wenn es sicher schwieriger für mich wird. Doch ich habe mir gedacht ich werde es einfach in der 11. versuchen & wenn ich merke, dass ich nicht die Leistung erbringen kann, die ich erreichen will, kann ich ja immernoch das Jahr wiederholen.
Letzendlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn das beste ist. :)

Samstag, 19. Juli 2014

Abschiedsfeier!

Mittlerweile sind es nur noch 37 Tage bis zu meinem Flug. Ich hab das Gefühl die Zeit vergeht doppelt so schnell, wie sonst. Ich bin so glücklich, dass es jetzt schon bald losgeht! Doch leider heißt das auch, dass der Abschied immer näher rückt... Zusammen mit einer Freundin, die im September für 10 Monate nach Italien gehen wird, habe ich deshalb eine Abschiedsfeier mit meinen Freunden organisiert. Obwohl wir alles recht kurzfristig gemacht haben, sind die meisten gekommen & es hat zum Glück alles gut geklappt. Wir sind einfach mega glücklich dass unsere Freunde alle da waren.
Nochmal dankeschön an alle! Ihr seid die besten & ich werde euch so sehr vermissen! ❤ Aber ein bisschen Zeit bleibt mir ja hier auch noch!

Dienstag, 8. Juli 2014

Flugtermin!

Als ich endlich meinen Flugtermin bekommen habe, war meine erste Reaktion pure Vorfreude. Am 26. August werde ich in das Flugzeug steigen, das mich ans andere Ende der Welt bringen wird. Ich wusste nun endlich wann es losgeht, konnte mich darauf einstellen & planen.
Doch dann wurde ich nachdenklich. Mir wurde klar, dass ich nur noch verdammt wenig Zeit hier in Deutschland hatte. Die ganze Zeit kam mir mein Auslandsjahr mehr wie ein Traum vor, weit entfernt & nicht wirklich real. Doch langsam wird mir klar wie nah das ganze ist. Ich werde in weniger als 2 Monaten wirklich weg sein. Ich werde nicht mal eben mit meinen Eltern reden können, nicht einfach so mal meine Großeltern besuchen können. Es wird eine große Distanz zwischen mir & meiner Familie und meinen Freunden sein.
Nicht dass mich irgendjemand falsch versteht, ich freue mich extrem auf das nächste Jahr & ich denke auch dass ich mich sicher wohlfühlen werde, doch zwischendurch kommen eben diese Zweifel auf.
Wie wird es meinen Freunden ergehen, während ich weg bin? Was werde ich verpassen? Wie wird es sein, wenn ich wiederkomme?
Doch trotz dieser Sorgen, blicke ich mit einem guten Gefühl noch vorne. Ich weiß dass es das ist was ich will & das ich ein hoffentlich unvergessliches Jahr erleben werde.

Montag, 2. Juni 2014

Mein Vorbereitungsseminar

Als ich den Termin für mein Vorbereitungsseminar bekommen habe, hatte ich zuerst ein bisschen Angst, ich würde mich mit den Leuten dort nicht gut verstehen oder sonst etwas. Doch ich habe mich auch echt darauf gefreut! Schließlich ist das eine Möglichkeit andere Leute mit dem gleichen Traum  kennenzulernen.
Zum Glück hatten wir, durch die Seite von unserer Organisation, die Möglichkeit schon vorher miteinander zu schreiben. Leider kam aber niemand aus meiner Richtung, weshalb ich alleine Zug fahren musste. Am Bahnhof habe ich aber noch ein paar Leute getroffen mit denen ich zusammen zu dem Kloster laufen konnte, in dem das Seminar stattfand. Es hat sich auch herausgestellt, dass das Mädchen, das im letzten Zug fast neben mir saß ebenfalls dorthin wollte. Blöd, dass sich keiner von uns getraut hat den anderen anzusprechen :D
Insgesamt habe ich ein paar echt nette Leute kennen gelernt & viele neue Informationen über das nächste Jahr erhalten. Die Teamer, die unser Seminar geleitet haben waren ebenfalls alle ein Jahr in den USA und alle meinten, dass es das geilste Jahr ihres Lebens war! Ich hoffe das wird bei mir genauso :D
Ich konnte mir viele Tipps holen & alle Fragen, die wir hatten wurden beantwortet. Zwischendurch haben wir immer wieder Spiele gespielt, die uns zum Teil auch helfen sollten uns anzupassen oder offener zu werden. Einige waren am Anfang aber auch echt einfach nur peinlich! :D Spaß hatten wir trotzdem alle :)
Außerdem habe ich Maren kennen gelernt, die in genau den gleichen kleinen Ort kommt wie ich! Wir wohnen so ungefähr 10min von einander entfernt. Es gibt schon echt Zufälle! :D Zum Glück ist sie echt lieb & so habe ich gleich jemanden der mein Heimweh wirklich nachvollziehen kann, wenn ich mich im nächsten Jahr mal alleine fühle :)
Ihren Blog findet ihr übrigens auch unter Andere Austauschschüler.

Montag, 19. Mai 2014

Gastfamilie

Eine passende Gastfamilie für jeden Austauschschüler zu finden ist garantiert keine leichte Aufgabe für die Organisation. Viele bekommen ihre Gastfamilie erst kurz vor ihrer Abreise. Ich hatte das Glück, dass ich meine Gastfamilie schon richtig früh bekommen habe! Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und war richtig überrascht.
Ich kam nach der Schule nach Hause und habe gegessen. Dann irgendwann klingelte das Telefon, ich ging ran & mit dem was dann kam, hatte ich da garantiert nicht gerechnet. Eine Mitarbeiterin meiner Organisation war am Telefon und sagte mir sie hätte gute Neuigkeiten für mich und bereits eine Gastfamilie für mich gefunden. Ich war erstmal sprachlos und konnte kaum antworten. Sie redete weiter und teilte mir mit, dass sie mir gleich eine Email mit den Informationen zu meiner Gastfamilie schicken würden. Ich war richtig aufgeregt und saß die ganze Zeit vor meinem Laptop, einfach um immer wieder meine Emails zu aktualisieren. Und dann irgendwann kam die neue Email.
Ich hatte ein bisschen Angst sie zu öffnen und was nun auf mich zu kommen wird. Schließlich würde das mein ganzes nächstes Jahr beeinflussen. Als erstes habe ich auf die Adresse gesehen, mein einziger Gedanke in diesem Moment war nur: "Bitte nicht Alaska!" Natürlich wäre das auch sehr interessant & spannend geworden, doch ich war trotzdem sehr erleichtert als ich Tx neben der Adresse gesehen habe. Dann habe ich mir die restlichen Unterlagen durchgelesen und ich habe mich richtig gefreut endlich ein wenig mehr zu wissen von dem, was mich im August erwarten wird. Ihr könnt euch das vielleicht nicht so gut vorstellen aber für mich war das ein so glücklicher Moment und ich hätte am liebsten gleich jedem davon erzählt! Sofort habe ich eine Email an meine Gastfamilie geschrieben, auf die meine Gastmutter auch sofort antwortete. Sie war super nett zu mir und ich freue mich wirklich darauf sie kennenzulernen.
Mehr zu meiner Gastfamilie könnt ihr hier finden :)

Dieses Wochenende bin ich zu einem Vorbereitungsseminar eingeladen, zu dem andere Austauschschüler kommen, die ebenfalls in die USA gehen. In meinem nächsten Post werde ich euch erzählen, wie es so war :)

Mittwoch, 14. Mai 2014

Bewerbung & Auswahlgespräch

Bei mir hat alles damit angefangen, dass ich mich nach möglichen Stipendien umgesehen habe. Immer wenn ich irgendwo Flyer liegen gesehen habe, habe ich sie erstmal eingesteckt und mir angesehen. Ich habe stundenlang im Internet recherchiert und bin schließlich auf das PPP (Parlamentarische Patenschafts-Programm) gestoßen.
Das ist ein Vollstipendium, das vom Bundestag finanziert wird, um Schüler und Studenten als Botschafter in die USA zu schicken.

Also habe ich erstmal ein erstes Formular ausgefüllt. Das war noch relativ einfach, man musste nur seinen Wahlkreis und Informationen wie Name, Geburtstag und Staatsangehörigkeit angeben. Jeder Wahlkreis ist einer Organisation zugeordnet, die den Bundestag bei der Auswahl der Stipendiaten unterstützt. So bin ich zu Experiment e.V gekommen.
Nach kurzer Zeit kam dann die Nachricht, ich sei geeignet und dann fing es alles erst richtig an.
Mehrere Seiten Formulare mussten ausgefüllt werden und vor allem für das Motivationschreiben, warum ich ein Auslandsjahr machen möchte und was ich mir davon erhoffe, habe ich wirklich lange gebraucht :) Zum Glück hatte ich genug Zeit alles auszufüllen und konnte die Unterlagen pünktlich abschicken und dann hieß es erstmal abwarten.

Dann endlich kam die Nachricht, dass sie mich sehr interessant finden und mich gerne zu einem Auswahlgespräch mit 11 anderen Bewerbern einladen würden.

Natürlich hatte ich erstmal richtig Angst vor dem Gespräch aber es war zum Glück überhaupt nicht schlimm. Es wurden viele Spiele gespielt und Aufgaben gestellt um die Teamfähigkeit zu testen und uns einfach besser kennenzulernen. Außerdem musste jeder einen Politik- und Geschichtstest schreiben und wurde zu einem Einzelgespräch gebeten.
Es hat eigentlich wirklich Spaß gemacht, doch man hatte immer im Hinterkopf, dass nur einer von uns das Stipendium bekommen würde. Die anderen waren richtig nett und man hätte es einfach jedem gegönnt, vor allem da manche ohne dieses Stipendium nicht die Möglichkeit haben in die USA zu gehen.

Dann hieß es wieder abwarten bis schließlich zwei Briefe ankamen. Als ich gesehen habe, dass es nicht nur einer war, war mir sofort klar, dass ich es nicht geschafft hatte.
Enttäuscht habe ich den dünneren Brief geöffnet. Und ich hatte Recht, eine Absage für das Stipendium. 
Also habe ich den zweiten Brief geöffnet, indem stand dass sie sich freuen würden, wenn ich bei dem normalen Austauschprogramm mitmachen würde.
Nun musste ich erstmal mit meinen Eltern reden, bis ich sie schließlich überzeugen konnte an diesem Programm teilzunehmen.

Und dann ging es mal wieder an das Papiere ausfüllen um eine passende Gastfamilie zu finden. Es gab nicht nur Dokumente, die ich und meine Eltern ausfüllen mussten, sondern auch welche, die ein Arzt und Lehrer ausfüllen mussten.
Das Schwierigste aber war einen Brief für meine zukünftige Gastfamilie zu schreiben, die ich aber noch nicht kannte. Doch auch das hab ich geschafft. :)
Als ich dieses letzte Formular ausgefüllt und abgeschickt hatte, musste ich nur noch warten, dass eine Gastfamilie für mich gefunden wird.

Insgesamt war das echt viel Papierkram, der erledigt werden musste und es war teilweise auch echt anstrengend, doch der Gedanke wofür ich das tue hat mir geholfen voran zu kommen und letzendlich lohnt sich der ganze Aufwand ja auch.

Tut mir leid, dass das hier alles etwas länger geworden ist, aber das musste ja auch mal sein :)